Mittwoch, 25. Februar 2009

Ein Quantum Trost

http://www.amazon.de/James-Bond-007-Quantum-Steelbook/dp/B001QB0IZY/ref=cm_cr_pr_product_top

Dank dem guten Herrn Bond scheint doch mal ein Hauch von Kritik an der Sinn-, Nutz- und Gedankenlosen "Jugendschutzpolitik" unserer Ursula in der breiteren Öffentlichkeit anzukommen.
Bringen wird das natürlich nichts, denn irgendwann wird es den nächsten Amoklauf geben, da die tatsächlichen Ursachen wie familiäre und schulischen Probleme, Mobbing, zu hoher Leistungsdruck u.ä. natürlich nicht angegangen werden - dass würde schließlich mehr Arbeit als ein eben mal dahingerotzes Gesetz erfordern. Und dann wird von Berlin bis München wieder das übliche medial in Szene gesetzte Zensurgeschrei der üblichen Verdächtigen zu vernehmen sein , welches dann gekonnt von investigativem Journalismus sekundiert, noch härtere Gesetze fordern wird.

Nun ja, same shit usw.

Aber gut, ganz dem europäischen Gedanken verpflichtet, kann man das ganze eben auch als Unterstützung für unsere schwer gebeutelten Nachbarn sehen. Die haben zwar auch hässliche Logos vorne drauf, aber die sind wenigsten kleiner...

Nachtrag:
Interessant, amazon hat das arg hässliche cover gegen ein "normales" ausgetauscht.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Ehre wem Ehre gebührt...

Jess Franco bekommt den spanischen Goya-Award für sein Lebenswerk.

Beweis

Da schieb ich doch zur Feier des Tages gleich nochmal Oasis of the Zombies in den Player.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Band of Zombies - Neues von AFMBE

Unser aller Lieblings-Zombie-Survival-Horror-RPG von Eden Studios scheint doch nicht tot zu sein.

Im soeben erschienenen "Eden Studios Presents Vol.3" gibt es Werbung für ein Buch (oder pdf?) namens "Band of Zombies", dass nicht nur im Titel ein wenig (*hust*) an Band of Brothers angelehnt ist.

Inhaltlich wird es wohl um das Themenfeld 2. Weltkrieg und Nazi-Zombies gehen und damit vermutlich die entsprechenden Infos aus Pulp Zombies und Worlds of the Dead vertieft werden.
Genaues weiß man nicht, aber für mich als großen Freund des Nazi-Zombie-Subgenres klingt das ganze natürlich sehr vielversprechend.

Schaun mer mal.

P.S.:
Danke an AD, meinen Lieblingstiger und Hinweisgeber.

Sonntag, 15. Februar 2009

Doomsday - movie bit


2033: Nachdem ein tödlicher Virus in Schottland gewütet hat, beschloss die britische Regierung ganz Schottland einfach mit einer Riesigen Mauer abzuriegeln. Als es jedoch einen Ausbruch des Reaper Virus in London zu verzeichnen gibt, muss sich ein kleiner Trupp Soldaten und Wissenschaftler nach Schottland aufmachen um eine Heilung zu finden... dabei Stoßen sie in den Ruinen Glasgows auf Überlebende mit außergewöhnlichem Geschmack sowie auf viele weitere Absonderlichkeiten.

28 days later meets Mad Max meets Die Klapperschlange, so ungefähr lässt sich das Feeling von Doomsday beschreiben. Der Film ist rasant und von vorne bis hinten auf Action und "coole" Bilder getrimmt. Dabei wird aber stets ein Augenmerk auf eine "schöne" Post-Doomsday-Welt gelegt, so dass zur Action auch noch prächtige Bilder hinzukommen.

Fazit:
Doomsday fetzt! Dieser Film macht einfach verdammt viel Spaß. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass die Handlung dünn und das Geschehen phasenweise ziemlich unlogisch ist, denn es handelt sich hier offensichtlich um eine Hommage an die klassischen Post-Doomsday-Filme - und die waren eben auch keine Ausgeburten der reinen Logik. Aber auch damals hats schon niemanden gestört.
Ausstattung, CGIs und Kameraarbeit ist nicht immer überragend aber stets ausreichend. Die Schauspieler sind ebenfalls mehr als akzeptabel, was bei der Hauptdarstellerin durchaus auch fürs Äußere gilt. Gore-Effekte gibt es auch, nicht viele aber diese sind dann umso heftiger.
Also, wer die oben genannten Referenzen mag, wird mit Doomsday einen Mordsspass haben, allerdings am besten mit einer ausländischen DVD, denn die deutsche ist mal wieder hoffnugslos geschnitten.

Little Britain II

Hatte ich mich doch erst kürzlich indirekt darüber ausgelassen, dass die Indizierung von Filmen nur bewirkt, dass man diese bei unseren europäischen Nachbarn bezieht, so gibt es dahingehend nun neue Entwicklungen:
Seit ca. einer Woche versendet amazon.co.uk keine Filme mehr nach Deutschland, die eine britische Freigabe ab 18 haben.

Anscheinend haben aufgrund des günstigen Pfund-Kurses die Bestellungen der "heißen Ware" in letzter Zeit stark zugenommen, so dass sich amazon.uk wohl gezwungen fühlte, zu reagieren...
Aber reagieren worauf überhaupt?
Bekanntermaßen gilt (grob gesagt) deutsches Recht nur in Deutschland, d.h. ein britisches Versandhaus braucht sich nicht darum zu scheren, ob bestimmte Filme in Deutschland beschlagnahmt oder indiziert oder sonstwas sind. Strafbar macht sich auch im Zweifelsfall nur derjenige, der die Filme (gewerbsmäßig) einführt.
Aber jetzt kommt der Clou an der Sache:
Amazon.co.uk versendet DVDs nach Deutschland meistens über die Logistik-Infrastruktur von amazon.de. Wenn ich also einen Film in GB kaufe, wird der Kauf über amazon.co.uk abgewickelt und es gilt britisches Recht, die Ware selbst jedoch kommt aus einem deutschen Lager. Und das ist im Zusammenhang mit indizierten und beschlagnahmten Filmen mehr als heikel, um genau zu sein ist es eine astreine Straftat, nämlich die schon oben erwähnte gewerbsmäßige Einfuhr.
Statt also die komplette Logistik umzustellen bzw. im Einzelfall den Film zu überprüfen hat man sich lieber komplett aus dem Geschäft mit ab18-Filmen in Deutschland verabschiedet.

Allerdings, und das ist das gute an der Sache: Bisher gilt das ganze nicht für den amazon.co.uk-marketplace.

Nachtrag #1:
Ein Anruf bei der Amazon.co.uk-Hotline hat auch keine weiteren Erkenntnisse gebracht, außer das in England Menschen bei Hotlines arbeiten, die ein schlechteres Englisch als ich Sprechen.

Nachtrag #2:
Terminator 1 ist in GB ab 15, so wie auch einige andere Filme, die hier auf dem Index stehen.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Nazis und Nazi-Zombies

http://regentied.blogsport.de/2009/01/22/dad-sna/

Und die Moral von der Geschicht:

Nazi-Zombies haben mehr Gehirn als Neonazis. Nicht überraschend, aber unterhaltsam...

P.S.:
Nachdem Worst Case Scenario ja anscheinend auf Eis liegt freu ich mich tierisch auf diese Alternative aus Norwegen.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Hatchet to the Head



...

Mittwoch, 4. Februar 2009

Diary of the Dead - movie bit



Nachdem mittlerweile klar ist, dass es auf absehbare Zeit keine deutsche DVD von Diary of the Dead geben wird, habe ich mir nun endlich die Fassung aus Großbritannien besorgt. Und da ist er nun, der neueste Romero...

Thematisch kann man ihn am ehesten als Neuinterpretation von NotlD mit einem deftigen Einschlag neuer Medien bezeichnen.
Eine Gruppe Filmstudenten gerät während der Dreharbeiten für einen eigenen Film mitten in eine ausbrechende Zombieepidemie hinein und beschließt zum einen, zur Familie eines der Mitglieder zu fahren und zum anderen die ganzen Ereignisse für die Nachwelt festzuhalten.

Der Film schwankt zwischen humoristischen Einlagen (ich sage nur Samuel, ganz großes Kino), langsameren Phasen in denen den Charakteren viel Zeit eingeräumt wird und natürlich auch ordentlichen Schmodderszenen. Insgesamt ist der Film nicht sehr temporeich, was aber auch an der gewählten Darstellungsart über Aufnahmen von Handycams, Überwachungskameras sowie der Kamera des "Protagonisten" liegt. In diesem Kontext geht Romero auch auf das Thema Medien, Web 2.0 usw. ein und deutet das gesamte Themengebiet eher negativ.

Fazit:
Diary of the Dead ist Romeros bisher schwächster Zombiefilm, und damit ist er immer noch um klassen besser als 90% aller anderen existierenden Filme des Genres. Das größt Problem des Films ist, dass ihn die ausführliche Charakterentwicklung sehr behäbig macht und somit kaum Spannung und Nervenkitzel aufkommt.
Trotz und wegen der unterschiedlichen genannten Punkte ist er immer noch sehr sehenswert, und für Fans des Genres sowieso ein Muss.

Dienstag, 3. Februar 2009

Paradise Lost - revisited



Paradise Lost (1994) ist eines der wenigen Abenteuer-Quellenbuch-Kombinationen die es für Shadowrun gibt (spontan fällt mir als weiteres nur noch Universal Brotherhood ein). Im Abenteuer (64 Seiten) geht es um ein nettes kleines Matrix-Spielzeug, dass einem Runner in die Hände fällt und das, nachdem auch verschiedene Kons in das Geschehen verwickelt wurden, von den Runnern wiederbeschafft werden soll.
Das Abenteuer lässt sich denke ich ganz gut auf die 2070er-Matrixbedingungen übertragen, z.b. indem Sprites ins Spiel kommen. Allerdings ist das Abenteuer ziemliche Durchschnittskost und lebt eher von den ungewöhnlichen Schauplätzen (und einem Hawaiispezifischen Akteur, zu dem ich aber hier nicht zu viel verraten möchte).

Und damit kämen wir auch schon zum zweiten, und mit ca. 15 Seiten wesentlich kürzeren Teil des Buches, dem Quellenmaterial über Hawaii. Im Stil anderer SR2-Quellenbüher gibt es einen allgemeinen Überblick über Hawaii (Geographie, Geschichte, Konzerne, Militär usw.), wobei Hawaii mittlerweile von einem König regiert wird - was natürlich mit ALOHA auch die entsprechenden Freiheitskämpfer/Terroristen auf den Plan ruft. Abschließend gibt es noch eine kurze Darstellung der größten Stadt der Inseln, nämlich von Honululu.

Fazit:
Paradise Lost bietet zu 80% ein durchschnittliches Abenteuer und 20% interessante Informationen zu Hawaii. Damit kann ich eigentlich guten Gewissens sagen, dass der Erwerb von Paradise Lost heute nicht mehr lohnt, wenn es auch schön geschrieben ist.
Die Informationen zu Hawaii, die auf rund einer Seite in Shadows of Asia präsentiert werden, reichen zum Überblick vollkommen aus. Nur wenn man wirklich länger in Hawaii spielen will, sollte man über die Anschaffung von Paradise Lost nachdenken.

Shopping Tipp:
Am besten Amazon.com. Allerdings, wenn es mal auf ebay verfügbar ist, geht es normalerweise recht günstig weg, wird aber eben recht selten angeboten.

Geschätzter Wert:
englisch: 10-20€

Little Britain

Momentan hats mir das Thema Zensur ein wenig angetan, daher gleich noch ein Beitrag zum Thema - diesmal Subthema Indizierung.

Das Bundesamt für geistige Hygiene und moralische Werte, kurz die BPjM, ist in Deutschland für die Indizierung von Filmen (und Spielen, Büchern, Zeitschriften usw.) zuständig. Ist man der Meinung, dass ein Film so unerträglich verstörend und grausam ist, dass eine bloße Freigabe ab 18 Jahren nicht ausreicht, wird der Film indiziert. Er darf dann nicht mehr beworben werden und man bekommt ihn in der Videothek nur noch in der Schmuddelabteilung.
Damit fallen diese Filme auch aus dem Raster von allseits beliebten Online-Plattformen wie amazon.de oder ebay - sie werden dort ebensowenig geführt wie bein den großen Elektromärkten (Media Markt, Pro Markt, Saturn usw.) - ums kurz zu machen, der Effekt einer Indizierung ist faktischen fast mit dem einer Beschlagnahme (vollständiges Verkaufsverbot) gleichzusetzen.

Dumm nur, dass die geistig, moralische Elite rund um unser aller Lieblingsgebärmaschine Ursula anscheinend etwas vergessen hat... Das Internet hat keine Grenzen. Ich kann also die entsprechenden Filme illegal aber problemlos runterladen, sie mir im rechtlichen Graubereich vollständig auf Youtube anschauen oder sie völlig legal bei z.b. amazon.co.uk bestellen.

Indizierungen sind daher nicht nur eine Form der Zensur, sie schaden darüber hinaus auch deutschen Einzelhändlern und Videotheken, weil ein Bezug über das Ausland wesentlich problemloser (und meist sogar kostengünstiger) ist als der Kauf in Deutschland - und sie sind völlig nutzlos.
Übrigens, man kann sich gar nicht so einfach über die aktuelle Liste informieren, denn die BPjM ist sich nicht zu schade dafür, die Liste der Indizierungen kostenpflichtig anzubieten (auch als pdf).

Es ist eben manchmal extrem störend, Gesetze an der Realität zu messen.

So, und zum Abschluss noch meine persönliche top-5-wtf-Liste der Indizierungen:

1. Terminator I
2. Mad Max I
3. Starship Troopers
4. Der blutige Pfad Gottes
5. Halloween II

Berliner Kettensägenmassaker

kürzlich bin ich auf einen der neueren Beschlagnahmebeschlüsse zu Dawn of the dead gestoßen:

"Beschluss zur Beschlagnahmung durch das AG Tiergarten vom 01.03.2000:

Videofarbfilm
Vertrieb: Astro, Kassel
Ausgabe: 1998
Regie: George A. Romero
Darsteller: David Emge, Ben Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross u.a.

Der Film ist inhaltsgleich mit dem aufgrund des AG Bochum 32 Ds 39 Js 275/91 bundesweit beschlagnahmten Film "Zombie" sowie mit dem aufgrund des AG Tiergarten vom 22. Januar 1999 bundesweit beschlagnahmten gleichnahmigen Film – 351 Gs 242/99.

Es wird auf die Beschlüsse des AG Bochum und des AG Tiergarten Bezug genommen. Der Film erhält durch folgende Szenen gewaltverherrlichenden Charakter:

9.min. Zu Anfang des Filmes werden durch angreifende militärische Einheiten Bewohner eines Hauses wahllos erschossen und getötet. Durch Zombies, welche sich im Keller befinden, werden die einzelnen Körperteile gegessen. Dabei ist sehen, wie die Zombies aus Körperteilen das Fleisch herausreißen und genüsslich verzehren.
24.- 74.min. Die nachfolgenden Szenen spielen sich in einem Supermarkt- Komplex ab. Hierbei sind immer wieder viele Zombies zu sehen, die teilweise Menschen angreifen und Fleischstücke aus dem Körper beißen. Im Gegenzug werden auch die Zombies durch die Menschen mesit durch Schüsse hingerichtet. Bei dem Töten ist zusehen, wie die Zombies and en einzelnen Körperteilen getroffen werden. Das jeweils spritzende Blut ist ebenfalls in Nahaufnahme zu sehen. Zum Schluss der Handlung wird eine menschliche Person von einem Zombie mehrfach verletzt. Diese wird dann selbst zum Zombie. Dieser jetzt entstandene Zombie wird zum Schluss getötet.
Der Film enthält keine durchgehende Handlung. Vielmehr steht im Vordergrund das wahllose gegenseitige Töten mit der Zielsetzung, diese Handlungen in Nahaufnahme zu zeigen. Der Film erhält durch die vorgenannten Szenen gewaltverherrlichenden Charakter, so dass seine Verbreitung gemäß § 131 StGB zu verbieten sein wird."

Mal abgesehen davon, dass es eine Frechheit ist, in einem Rechtsstaat einen derartigen Eingriff mit ein par Zeilen abzutun, drängt sich mir mal wieder (zum gefühlten 10.000sten mal) die Frage auf, warum ein leicht angestaubter Film von 1978 soviel strenger begutachtet wird, als etliche moderne Filme, die auch nicht gerade blut- dafür aber umso handlungsärmer sind.

Ob es wohl daran liegt, dass Dawn of the Dead immer noch als der Vorzeige-Pfui-B-Movie der Zensurwut der späten 70er und 80er Jahre gesehen wird? Oder liegt es daran, dass hinter Torture-Porn-Streifen wie Saw und Hostel große Studios und Verleihfirmen stecken, die der FSK den nötigen Druck machen (zur Erinnerung, ein Film der von der FSK geprüft wurde, wird idR nicht mehr indiziert geschweige denn beschlagnahmt)?

Nicht, dass man mich jetzt falsch versteht, wer aufs Foltern steht, der soll seinen Spaß mit besagten Filmen haben, nur warum darf ich mich dann nicht an meinen Zombiehorden erfreuen?